Janis Geheimtipp Travel Guide Kos

Aktivitäten neben dem Kitesurfen

Janis' Geheimtipps: Kos abseits der Touristenpfade

Kos ist für mich mittlerweile wie ein zweites Zuhause – und trotzdem entdecke ich bei jedem Besuch wieder neue Lieblingsorte. Manche davon liegen ein bisschen abseits der Touristenpfade, andere kennt man vielleicht schon, aber alle haben es geschafft, sich einen festen Platz auf meiner Liste zu sichern. Hier sind meine absoluten Favoriten, die ich bei jedem Aufenthalt auf der Insel anfahre.

Zusammenfassung

Taverne Oria & die Burgruine von Paleo Pyli

Einer meiner absoluten Favoriten. Von einem Parkplatz aus geht es zu Fuß etwa 20 Minuten bergauf zur Burgruine von Paleo Pyli, einem verlassenen mittelalterlichen Dorf, das die Bewohner einst vor Piratenüberfällen schützen sollte. Oben angekommen wird man mit einem grandiosen Blick über die Nordküste und den Salzsee Alikes belohnt, besonders schön in den Abendstunden, wenn die Sonne alles in ein warmes Orange taucht. Auf dem Weg zur Ruine, kurz vor dem eigentlichen Aufstieg, liegt die Taverne Oria: einfache, aber richtig leckere Küche, selbstgemachte Limonade, Ziegenkäse aus eigener Produktion und das beste Tzatziki der Insel. Dazu ein Ausblick, der einen einfach nicht mehr loslässt. Giorgos und seine Tochter betreiben die Gaststätte seit Jahren mit absoluter Liebe. Kleiner Insider-Tipp: Die Freiluft-Toilette der Taverne ist mittlerweile fast schon eine eigene Attraktion.

Limionas Beach inklusive Taverne

Limionas ist ein kleiner, natürlicher Hafen an der Westküste von Kos, ruhig, ein bisschen versteckt und genau deshalb so besonders. Die Bucht ist von Felsen umgeben, das Wasser kristallklar und paradiesisch türkis, und die kleinen bunten Fischerboote im Hafen geben dem Ort dieses typisch griechische Fischerdorf-Flair. Direkt am Wasser liegt eine Taverne, die für ihren frischen Fisch bekannt ist – perfekt, um nach einem Sprung ins Meer direkt am Tisch mit Blick auf die Boote zu sitzen. Kein Ort für lange Strandtage mit Liegestuhl-Komfort, aber genau richtig für alle, die lieber Ruhe und Ursprünglichkeit suchen.

Kalymnos – Inselerkundung

Wenn es mal gar keinen Wind hat, kann man mit der Fähre von Mastichari rüber nach Kalymnos und dort einfach mit dem Roller die Insel erkunden. Kalymnos ist rauer und bergiger als Kos, bekannt für seine Schwammtaucher-Tradition und mittlerweile auch als Mekka für Kletterer aus aller Welt. Kleine Buchten, enge Serpentinenstraßen und das besondere Gefühl, eine Insel zu entdecken, die touristisch noch nicht ganz so erschlossen ist wie Kos – ein Tag, der sich jedes Mal lohnt, perfekt abgerundet mit einem Essen in einer traditionellen Taverne im Hafen.

Aplo Beach Bar zum Sundowner

Wenn es um den Sonnenuntergang geht, führt für mich kein Weg an der Aplo Beach Bar in Mastichari vorbei. Etwas erhöht direkt über dem Strand gelegen, hat man von hier einen fantastischen Blick über die Bucht bis rüber nach Kalymnos. Familiengeführt von Giorgos und seinem Vater, entspannte Atmosphäre, super Drinks (der Cucumber Ginlet ist allein einen Besuch wert) – und wenn dann die Sonne hinter der Nachbarinsel versinkt, weiß man, warum dieser Ort für so viele zum echten Lieblingsplatz wird. Außerdem kann ich nicht mehr leben ohne den Fried Feta und die Shrimp Saganaki …

Zipari – Special Eis

Zipari selbst ist touristisch eher unscheinbar, aber genau deshalb ein toller Ort für einen authentischen Zwischenstopp abseits des Trubels. Der Grund für den Stopp hat aber einen Namen: Special. Die Eisdiele und Konditorei ist auf der Insel schon fast legendär – hausgemachte Kuchen, herrliche Kleinigkeiten und Eis, das ihr niemals vergessen werdet. Hier würden sich selbst waschechte italienische Gelaterie-Kenner wohlfühlen. Ein Pflichtstopp, wenn man mal wieder Lust auf etwas Süßes hat.

Asklepion – für Geschichtsinteressierte

Wer sich für die Geschichte der Insel interessiert, kommt am Asklepion nicht vorbei. Die bedeutendste archäologische Stätte von Kos liegt auf einem von Zypressen bewachsenen Hügel oberhalb der Inselhauptstadt und war einst eines der wichtigsten Heilzentren der Antike – errichtet im Gedenken an Hippokrates, den "Vater der modernen Medizin", der auf Kos geboren wurde. Über drei Terrassen verteilt findet man die Reste von Tempeln, Säulenhallen und Behandlungsräumen, dazu einen fantastischen Blick bis hinüber zur türkischen Küste. Für alle, die zwischendurch mal eintauchen wollen in die Zeit, als Kos das medizinische Zentrum der Antike war.